Willkommen
Über mich
Kinderstube
Welpenzeit
Junghundezeit
Bilder 2005-2007
Bilder 2008
Bilder 2009-2010
Rassebeschreibung
Eurasiergeschichte
Tierfreundschaften
Nachdenkliches
Humor
Zum Gedenken
News
Schnappschüsse
Neues Gästebuch
Altes Gästebuch
Spiel & Spass
Linkliste
Freundesbuch
Banner
Kontakt
Impressum
Hunde Homepage
Galerie




 

 

Rassebeschreibung

Sie lernen hier mich und meine Rasse kennen. Ich versuche Ihnen Informationen zu vermitteln, die mit meiner Entstehung, Geschichte und meinem Wesen zu tun haben.

Der Eurasier ist noch eine recht junge Rasse und längst noch nicht fertig. Obwohl ich mich jetzt schon für sehr gelungen halte. Meine Rasse entstand in den Jahren 1960 – 1973 aus einer Kombinationszucht der drei Rassen Wolfsspitz, Chow-Chow und Samojede. Der Name Eurasier ergibt sich aus den Herkunftsländern dieser Rassen, nämlich Europa und Asien.

Wolfsspitze sind anhänglich, gelehrig, verspielt, aufgeweckt und sehr wachsam. Sie schlagen an, wenn Fremde sich Haus oder Hof nähern. Kläffer sind sie dennoch nicht, obwohl ihnen dies häufig nachgesagt wird.

Chow Chows hinterfragen, sind auf ihre Art schon fast misstrauisch. Es sind stolze und sehr selbstbewusste Hunde, manchmal auch stur, die sich wenig für Fremde interessieren, ihrem Herrn aber treu ergeben sind.

Samojeden sind überaus freundliche Hunde. Liebenswürdig sind sie im Umgang mit Kindern, freundlich gegenüber jedem Mensch, auch Fremden. Sehr neugierig und wissbegierig, will er alles, auch außerhalb des heimischen Reviers, erkunden.

Ziel der Eurasierzucht war es, die besten Eigenschaften meiner Ahnen im Eurasier zu verbinden und die weniger genehmen, wie Jagdtrieb zu minimieren. So bekommt man im Eurasier quasi Wolfsspitz und Chow Chow in einem Hund, plus eines liebenswerten Samojedenanteils. Intelligent, treu, Fremden gegenüber reserviert



Fangen wir bei meinem Erscheinungsbild an: 

Der Eurasier ist ein harmonisch aufgebauter, mittelgroßer, spitzartiger Hund mit Stehohren in verschiedenen Farbschlägen, falben, rot, grau-gewolkt, schwarz und schwarz-marken-farben. Mein kräftiges Fell braucht wenig Pflege. Die Haarlänge lässt die Proportionen des Körpers erkennen; der Knochenbau ist mittelschwer. Da wir nie in abgegrenzten Farbschlägen gezüchtet wurden, hat sich eine recht vielfarbige Eurasierpopulation herausgestellt.  Nur die Farben weiß, weißgescheckt und leberfarben sind nach FCI-Standard 291 nicht erlaubt und werden von der Zucht ausgeschlossen. Soviel ich weiß, hat das etwas mit den Genen zu tun. Da, wo viel Weiß ist, gibt es auch vermehrt genetische Erkrankungen (Taub, Blind usw.)

Zum Wesen:
Besonderes Merkmal des Eurasiers ist sein in vielen Situationen instinktiv sicheres Verhalten, das von eigenständiger Entscheidung geprägt ist. Also, ich bin ein selbstbewusster Individualist. Ebenso, bedingt meine Feinfühligkeit, mein außerordentliches Gespür für die Stimmung meiner Menschen. Ich bin wachsam, unbestechlich, ohne lautfreudig zu sein. Bedingt durch meine Intelligenz lerne ich schnell, bin ruhig und ausgeglichen, lerne auch so manches nur durch beobachten. Ich will nicht nur stupide Unterordnungsübungen absolvieren, sondern ich will und muss auch mit Kopfarbeit gefordert werden. Ich lerne nicht unter Zwang oder durch Härte, da kann ich durchaus mal den Sturkopf raushängen. Ich brauche Konsequenz in der Erziehung, da ich sehr selbstbewusst bin und auch manchmal zur Selbstständigkeit neige. Man muss um meine Eigenarten wissen, um sie in meiner Erziehung berücksichtigen zu können.

Also, der Eurasier ist gut zu erziehen, da ich sehr schnell begreife, was man von mir will. Schon beim Welpen soll spielerisch die Erziehung beginnen und mit Liebe und Konsequenz fortgeführt werden. Mit Drill und Zwang erreicht man bei mir gar nichts. Lernen mit Freude und im Spiel, richtiges Verhalten, bestätigen durch Lob, mich behutsam an gestellten Aufgaben wachsen lassen ohne Druck auf mich auszuüben, ist der richtige Weg. Jeder Eurasier lernt gerne sein Leben lang.

Der Eurasier fügt sich in alle unterschiedlichen Situationen ein: Leben auf dem Bauernhof, in der Etagenwohnung oder im Einfamilienhaus mit Garten, als Rudelmitglied bei Familien mit kleinen und großen Kindern, Familien mit verschieden anderen Haustieren oder als Begleiter älterer Menschen. Wichtig ist mir das Zusammenleben mit meiner Familie und ausreichende Bewegung mit meinem Menschen. Sportliche Betätigung mit meinem Menschen macht mir viel Freude, doch zur Schutzhundeausbildung und zur Ausbildung in fremder Hand bin ich nicht geeignet. Der Eurasier liebt seine Familie und ist stark auf sie fixiert.

Alles klar? Gut, dann stellt sich auch die Frage "wohin mit dem Hund im Urlaub" gar nicht - selbstverständlich fahre ich mit. Hunde, gleich welcher Rasse, sind keine Einzelgänger, sondern sozial hoch entwickelte Tiere, die ihre Rudelgemeinschaft brauchen. Für uns Hunde muss heute die Familie als Rudelersatz herhalten. Ein Eurasier, der so feinfühlig ist, sich so wenig aus Fremden macht, dafür aber so treu und hingebungsvoll an seinen Menschen, seiner Familie hängt, würde sehr leiden, wenn er zuviel alleine gelassen bzw. zu viel sich selbst überlassen wäre. Deshalb bin ich immer dabei - und nicht allein zu Hause. Selbstverständlich kann ich dazu erzogen werden für einige Stunden alleine zu bleiben, doch es sollten nicht mehr als 4-5 Stunden am Stück sein. Mich im Zwinger zu halten geht auf gar keinen Fall. Ich bin ein sensibles, feinfühliges Mitglied der Familie - ich gehöre dazu. Du hast sicher Freunde, Bekannte, Beruf, Hobby - ich habe nur Dich ! Ich will das tägliche Leben mit meinen Menschen teilen. Ich lebe dort, wo sich meine Familie aufhält..

Fremden gegenüber zeige ich mich vornehm zurückhaltend, ich biedere mich nicht an, ohne mich ängstlich oder aggressiv zu zeigen. Die Eigenschaften von sehr anhänglichem Wolfsspitz und hinterfragendem Chow Chow scheinen sich in mir auf interessante Weise zu kombinieren, wenn nicht gar zu verstärken. So bin ich ein absolut treu ergebener Hund, der "seine Menschen" über alles liebt, während mich Fremde meist wenig interessieren. Viele Eurasier verhalten sich Fremden gegenüber zurückhaltend, ich mag es auch nicht wenn ich "ungefragt" gestreichelt werde und weiche diesen streichelwütigen Händen aus. Dennoch sollte diese Zurückhaltung Fremden gegenüber nicht mit Unfreundlichkeit verwechselt werden. Ich bin freundlich, solange man mich nicht bedrängt. Aber selbst dann werde ich eher versuchen auszuweichen als zu drohen. Ich sitze gelassen, aber beobachtend da, ohne das geringste Zeichen von Aggressivität. Dabeisein ist alles !!!!

Kindern gegenüber erweise ich mich als fröhlicher Spielkamerad, solange sie mich nicht als Spielzeug missbrauchen. Geduldig ertrage ich so manche Kindermätzchen und wenn es die Kleinen gar zu wild treiben, dann ziehe ich mich lieber zurück, als dass ich knurre oder gar schnappe. Aber man bekommt einen Eurasier nicht mit fertig angelegtem, richtigem Verhalten Kindern gegenüber. Auch er wird als Welpe lernen müssen seine spitzen Zähnchen nicht wild einzusetzen. Es ist wie im Hunderudel: wer es zu toll treibt wird mit Spielabbruch bestraft. Von mir aus bin ich sehr tolerant im Umgang mit Kindern, habe eine hohe Reizschwelle und liebe die immer zum Spiel bereiten kleinen Menschen. Der Rest ist Erziehungssache und liegt am täglich richtig eingeübten Umgang.

Ich habe keinen ausgiebigen Jagdtrieb. Die meisten Eurasier haben keinen ausgeprägten Jagdtrieb. In seltenen Fällen kann jedoch das Erbe der Jäger Samojede und Chow Chow durchschlagen. Sicher, auch ein Eurasier wird wohl Nachbars Katze aus dem Garten jagen, wohl auch einem aufgescheuchten Kaninchen im Feld kurz hinterher rennen um nachzusehen was das ist. Aber das macht noch keinen richtigen Jagdtrieb aus und lässt sich durch entsprechende Erziehung auch sehr gut lenken.

Ein jagender Hund will Beute machen und hetzt das Tier solange bis er es stellen kann. Dabei vergisst er kurzzeitig sein Frauchen oder Herrchen und hat nur noch die Beute im Kopf. Nicht nur eine Wiesenlänge, sondern quer über Feld und Flur, weit aus dem Blickfeld des Hundebesitzers hinaus treibt es einen jagenden Hund. Dieser kehrt dann auch nicht nach zwei oder fünf Minuten zurück, sondern das kann durchaus sogar Stunden dauern.

Der Mehrheit der Eurasier fehlt ein so stark ausgeprägter Jagdtrieb um der Beute ausgiebig nachjagen zu wollen und sollte er doch mal einen Hasen stellen, wird er ihm sehr wahrscheinlich übers Fell schlecken oder ihn zum Spiel auffordern. Andere Haustiere stellen kein Problem für einen Eurasier dar. Egal ob Vogel, Hamster oder Katze, vom Huhn bis zum Pferd - der Eurasier wird sie akzeptieren und meist sogar lieben.

Ausgestattet mit einer enorm hohen Reizschwelle ist der Eurasier ein ruhiger und geduldiger Gefährte. Dennoch ist er sehr wachsam und wird Ihnen melden wenn Besuch oder der Postbote kommt, aber er wird dies im Alltag nicht mit lang anhaltendem Gekläffe tun. Auch wird er nicht bei jeder Kleinigkeit Laut geben, sondern er hört und beobachtet erst, denkt nach ob es sich lohnt, und bellt erst wenn er es dann für notwendig erachtet.

Der Eurasier hat einen ganz natürlichen, ursprünglichen Schutztrieb. Er ist ein feinfühliger, sehr guter Beobachter und wird die menschlichen Stimmungen richtig deuten und einordnen können und sich bei Gefahr oder in bedrohlichen Situationen schützend vor seine Menschen stellen, ohne dass es antrainiert werden muss. Er neigt in gefährlichen Situationen nicht dazu drauf los zu beißen, sondern er wird auf eindrucksvolle Weise mit drohen, knurren, bellen versuchen den Gegner zum Rückzug zu drängen. Dieser natürliche Schutztrieb reicht vollkommen aus, eine Schutzhundeausbildung ist beim Eurasier nicht anzuraten, da sie unter Umständen, bedingt durch die Selbstständigkeit vieler Eurasier, sogar kontraproduktiv verlaufen könnte.

Nur Gutes?

Ja, man kann wirklich nur Gutes vom Eurasier berichten. Aber es kommt ja auch darauf an, was man selbst von einem Hund erwartet und dass man sich seines Persönlichkeitstyps bewusst ist. Meiner Leute-Erwartungen entspreche ich voll und ganz, andere Leute werden in einigen Punkten abweichende Erwartungen haben.

Ich will aber dennoch nicht verschweigen, dass der Eurasier ein gehöriges Maß an Durchsetzungsvermögen und Selbstbewusstsein haben kann. Eben weil er abwägt, weil er, überspitzt formuliert, eben erst denkt und dann handelt, kann es doch mal vorkommen, dass er zu einem anderen Ergebnis kommt als Frauchen oder Herrchen. Da ist der Eurasierhalter dann in der Erziehung mehr gefordert als bei der einen oder anderen Hunderasse, beim Rüden wohl mehr als bei der leichter zu führenden Hündin. Ein selbstbewusster, cleverer Hund ohne die kleinste Spur von Aggressivität - herrlich!

Eurasier haben ein sehr gutes Sozialverhalten und sind sehr umgänglich im Kontakt mit anderen Hunden. Sie sind keine Raufer, nicht angriffslustig, nicht aggressiv und nicht streitlustig. Aber sie sind keineswegs Feiglinge oder Duckmäuser und werden sich, der jeweiligen Situation entsprechend, angepasst zu verhalten wissen.

Bei all den Erläuterungen wie denn eine Rasse nun so ist, welche Merkmale rassespezifisch sind, sollte man nicht vergessen: jeder Hund bringt einen Teil seines Wesens, seiner Persönlichkeit aus dem Erbe seiner Ahnen mit. Doch wie er aufwächst, wie er geprägt, sozialisiert und erzogen wird, was er in seinem Umfeld täglich für Erfahrungen macht, das ist der andere Teil, der sein Wesen stark beeinflusst. Der Eurasier bringt die besten Voraussetzungen rassebedingt mit - der Rest liegt in der Hand des Hundebesitzers. Und bevor ich es vergesse:

Imposante Schönheiten sind wir Eurasier ja auch noch. Herrlich anzusehende Hunde, mit wunderbaren Zeichnungen in vielen Farbschlägen. Dazu haben wir noch eine ideale Grösse, sind nicht zu schwer oder zu groß, um uns nötigenfalls auch mal zum Tierarzt tragen zu können. Wir sind zwar kräftig, aber man kann uns noch festhalten, ohne dass wir den Hundehalter hinter uns herziehen und wir sind imposant genug um finstere Gestalten von uns fern zu halten. 

Keiner meiner Artgenossen wird je im Tierheim enden. Sollte aus irgendwelchen Gründen mein Rudel nicht mehr für mich sorgen können, steht meinem Züchter das Vorkaufsrecht zu. In jedem Fall komme ich wieder dahin zurück, wo ich herkam und werde dann wiederum in eine liebevolle Familie vermittelt.

 

Die Abmessungen:

Schulterhöhe und

Rüden 52 - 60 cm / 23 - 32 kg

Hündinnen  48 - 56 cm / 18 - 26 kg

 

Die Eurasierzucht ist eine Liebhaberzucht. Wir werden nicht auf Vorrat gezüchtet. Kommerzielle Zucht ist ausgeschlossen, Wartezeiten müssen daher in Kauf genommen werden. Eurasierzüchter sind keine profitgierigen Vermehrer.

 

In Deutschland gibt es drei Eurasiervereine die dem VDH/FCI angehören. Das wären die ZG (Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.), der EKW (Eurasier Klub Weinheim e.V.) und die KZG (Kynologische Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.) In Österreich gibt es den ECA (Eurasier Club Austria).

 

Leider gibt es auch Wildzüchter, die außerhalb des VDH/FCI züchten. Bei diesen Züchtern erhält man nicht den Eurasier, wie er in langjähriger und streng kontrollierter Zuchtarbeit in den drei zuvor benannten Vereinen entstanden ist. Die Eurasierzucht in den VDH/FCI-Vereinen wird durch ein erprobtes Zuchtplanungsprogramm und einer stets aktuellen Datenbank (z.B. 15.000-Eurasier-Datensätze bei der Zuchtgemeinschaft für Eurasier) sorgfältig gelenkt, was persönliche Kenntnisse über Zuchttiere und Zuchtstätte mit einschließt.

 

Deshalb Augen auf beim Welpenkauf. Nicht überall wo Eurasier draufsteht, ist auch ein Eurasier drin. Um einen gesunden und wesensfesten Eurasier zu bekommen, sollten Interessenten sich an die Welpenvermittlungsstellen der offiziellen Eurasiervereine wenden.  

 

Weitere Informationen über den Eurasier finden Sie hier:

Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V. (ZG).

 

Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.

 

Eurasier Welpenvermittlung:

Christa Stuhr

Waldkamp 5

21039 Börnsen 

Tel: 040 - 7201607 

Fax: 040 - 72977373

info@eurasier-online.de 

 

Weitere Eurasiervereine: 

 

Eurasier Klub e.V. Weinheim 

 

KZG-Eurasier

 

Links