Willkommen
Über mich
Kinderstube
Welpenzeit
Junghundezeit
Bilder 2005-2007
Bilder 2008
Bilder 2009-2010
Rassebeschreibung
Eurasiergeschichte
Tierfreundschaften
Nachdenkliches
Humor
Zum Gedenken
News
Schnappschüsse
Neues Gästebuch
Altes Gästebuch
Spiel & Spass
Linkliste
Freundesbuch
Banner
Kontakt
Impressum
Hunde Homepage
Galerie




Informationsausgabe - Strassenverkehrsamt - Juni 2010

 

 

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen- Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.

Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.


Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.

Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, sodass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.

 

Das Gassi-Gen       von Harald Wenner 

 

Die Unterschiede im Verhalten zwischen den heutigen, domestizierten Haushunden und deren wilden Vorfahren gründen nicht nur in einem, über Generationen weitergebenen, erlernten Verhalten. Heute weiß man, dass auch hierbei die Vererbung eine wesentliche Rolle spielt.


Die Forschung nach solchen Genmutationen gestaltet sich schwierig, da hier im Gegensatz zu pathogenen (krankmachenden) Genveränderungen langwierige Verhaltensstudien und die Zuordnung zu einem bestimmten Gen erforderlich sind.

 

Als mittlerweile erwiesen gilt, dass es sich hierbei um polygene bzw. multifaktorielle Genveränderungen handelt, also eine evolutionsbedingte Mutation, die durch mehrere, additiv wirkende Genorte bestimmt ist – so lässt sich also jede so begründete Veränderung eines Genes in mehrere monogene Genorte weiter unterteilen.

 

Eingehen möchte ich hier auf das am stärksten mutierte Gen im Vergleich zwischen wildlebenden Caniden und dem Haushund des 21. Jahrhunderts. Das Gen 1A3Aa birgt erbliche Informationen zu Verhaltensweisen in Bezug auf Bewegung und Bewegungsdrang. Dieses Gen – übrigens das am meisten erforschte – wird deshalb das „Gassi-Gen“ genannt.

Während sich wilde Hunde völlig frei bewegen können und ihren Bewegungsdrang bereits während der täglichen Existenzsicherung wie Nahrungssuche, Rangordnungs- oder Territorialaktivitäten weitestgehend befriedigen, fallen diese Faktoren bei einem Haushund fast vollständig weg.

 

Der Leiter dieser Forschungsarbeit, der schottische Prof. I. Know-About Dogs, beschreibt dieses Gen wie folgt: Das Gassi-Gen ist nachweisbar bei jedem Familienhund mutiert. Es steuert das Bedürfnis, mehrmals täglich nach draußen zu wollen. Hier greift das Gassi-Gen in mehrere verwandte Gene ein, deren Auswirkungen jedem Halter eines neuzeitlichen Hundes bekannt sein dürften: Sonntag morgen, Punkt halb sieben, der Hund wird unruhig, läuft ein paar Mal hin und her legt sich wieder hin. Der Halter bemerkt, aber ignoriert das. Ein paar Minuten später setzt sich der Hund neben das Bett seines Menschen und schaut ihn so lange an, bis er endlich aufwacht. Gleich darauf rennt er zur Haustüre und kann es kaum erwarten, dass sie sich öffnet.

 

Entgegen vieler Annahmen, es handele sich hier um ein erlerntes Verhalten des Hundes, ist dies eine weitere Mutation eines kleinen Teiles des Gassi-Genes. Präzise ausgedrückt spricht man hier vom Aufsklo-Gen.

 

Hunde, die ein solches Verhalten nicht zeigen, haben diese Mutation an einem anderen Genort im DNA-Strang. Anzeichen hierfür zeigen sich schon daran, dass der Halter vor dem Hund wach ist. Spricht der Halter seinen Hund an, öffnet sich ein Auge des Hundes, ohne dass sich dabei die Nickhaut senkt – man kann die Gedanken des Hundes in dieser Mimik auch ohne tiefgreifende Hundeerfahrung lesen... Diese, auch sehr häufig vorkommende, Mutation ist auf das Abhän-Gen zurückzuführen.

 

Kaum draußen, zeigt diese Studie auch schon weitere Mutationen. Der Hund erledigt zuerst, was zu erledigen ist und wartet nur auf einen unaufmerksamen Augenblick seines Menschen. Ein Beispiel dafür ist ein merkwürdiges Innehalten des Rüden, bei dem die Nase in den Wind gerichtet ist und er mit plötzlich auftretendem Speichelfluss in eine Richtung starrt. In der Regel endet dieses Verhalten auf der Rücken einer Hündin, sehr zur Freude des „die-ist-heiss“-rufenden Besitzers. Eindeutig ist dies eine Störung im Verlan-Gen.

 

Andere Hunde nutzen die Gunst der Stunde, um einer, für den Menschen unsichtbaren, Spur zu folgen. Sie stehen dann meistens mitten im Feld oder dem Wald und haben den Kopf zum Boden gesenkt. Erst nach einer gewissen Zeit bemerkt der Mensch, dass der Hund auf einem verwesten Stück Wildkaninchen kaut und offensichtlich großen Genuss dabei empfindet. Hier wird eine Störung im Na-Gen deutlich...

 

Als schwer vorhersehbar gelten Verhaltensweisen, die anfangs überhaupt nicht auffällig sind, weil der Hund scheinbar völlig desinteressiert neben, vor oder hinter seinem Menschen herläuft. Wie aus heiterem Himmel spurtet der Hund plötzlich los und rennt in Zickzack-Linien über die Felder. Wir können dann kaum fassen, dass unser Hund, der mehrfach täglich das teuerste Trockenfutter, vermischt mit reinstem Fleisch, einem Löffelchen Hüttenkäse und den Resten des gestrigen Mittagessens, einem am Horizont verschwindenden Karnickel nachstellt. Liegt das vielleicht am Barfen? Nein, es liegt an der Mutation des Ja-Gens.

 

Macht der Hund draußen was er will, ignoriert alle Rufe, läuft durch fremde Vorgärten und pinkelt Müllers gut gepflegte Pfingstrose an, springt fremde Menschen und bellt spielende Kinder an, liegt das nicht an einer mangelnden Bindung zu seinem Menschen. Fehlbildungen im Fol-Gen bilden die Ursache dieser Verhaltensabnormität, die komischerweise auch Auswirkungen auf das menschliche Sprachzentrum hat: „Das hat er ja noch nie gemacht...!“, hört man immer wieder von Hundehaltern, bei deren Tieren eine Entartung im Fol-Gen vorliegt.

 

Zeigt der Hund eine dieser genetisch bedingten Verhaltensweisen, kann man beim Beendigen seiner Handlungen in den meisten Fällen ein weiteres interessantes Verhalten beobachten: Der Hund kommt zurück, schwänzelt um seinen Menschen herum, legt sein bestes Sonntagslächeln auf und drückt mit liebevollen Bewegungen seine Schnauze in „Papas“ Kniekehlen – kurzum: er will „schönes Wetter machen“. Dies deutet auf eine Veränderung im zweiten Drittel des DNA-Stranges hin, in dem das Beschwichti-Gen lokalisiert ist.

 

Trifft ein Hundehalter unterwegs auf Menschen, die ihm schon auf Distanz unsympathisch erscheinen, kann er diese Empfindung vor seinem Hund nicht verbergen. Der Hund wird frühzeitig mit gesträubtem Fell und einem Knurren reagieren, welches anfangs nicht hörbar, aber deutlich in der Leine zu spüren ist. Selbstsichere Hunde werden beim Näherkommen dieser Personen versuchen, sich zwischen ihrem Menschen und dem Fremden zu positionieren. Dieses Verhalten gründet...na? Im Verteidi-Gen.

 

Freundet sich Ihr Hund mit einem anderen Hund an, was dazu führt, dass sich Hunde und Halter immer wieder verabreden und treffen, so liegt hier eine, manchmal erfreuliche, Veränderung im Beziehun-Gen vor.

 

Dies war nur ein kurzer Überblick über die erblichen Abweichungen des Haushundes. Sicher gibt es noch zahlreiche weitere Mutationen, aber ich möchte damit niemandem Aufdienerven-Gen...

 

Sollten Sie beim Lesen dieser Abhandlung ein leichtes Schmunzeln bemerkt haben, so ist das durchaus erwünscht.

Aber keine Angst: es wird Vorüber-Gen...

Bis Sonntag Morgen, halb sieben....

 

Quelle:    http://www.hundezeitung.de/satire/